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siehe auch www.edition-konkret.de
siehe auch www.martin-woern.de
1954 geboren in schwetzingen
1975 - 1981 studium der kunsterziehung in heidelberg und freiburg

seit 1979 ausstellungen
seit 1985 freischaffender bildender künstler

wohnt in staufen im breisgau (d)
atelier in sulzburg (d)
statement

inhalt meiner arbeit ist die wirkung von farben in ihren zusammenhängen und abhängigkeiten. besondere aufmerksamkeit gilt hierbei den grenzbereichen der wahrnehmung.

die in der tradition der konkreten kunst entwickelte form bleibt der farbe untergeordnet und hat somit dienende funktion. die geometrische, auf quadraten basierende gestalt ist aber nicht selbstzweck, sondern mittel zur konzentration und ruhe und sie verweist auf die farben und ihre wechselbeziehungen. die konstruktion eines bildes dient der klärung seiner farbbeziehungen.

farbe ist für mich in erster linie der urstoff - das farbpigment. in purer, unverschnittener qualität, gebunden in celluloseleim und acryl, entwickelt die farbe ihre spezifischen eigenschaften je nach charakter des pigments. blau ist nicht gleich blau, schwarz nicht gleich schwarz. die herkunft des blau aus ultramarin, kobalt, azurit, lapislazuli oder des schwarz aus eisenoxid, spinell, bister, echtem elfenbein bestimmt über nuancierung in farbton, konsistenz, oberfläche und textur. der individuelle charakter eines pigments, dessen farbigkeit, leuchtkraft, farbtemperatur, reinheit, intensität und stofflichkeit ist für mich hierbei von besonderem interesse und wird in meiner arbeit durch parallelstellung herausgearbeitet und betont.


aus: katalog farbe konkret - martin wörn, 2002: martin wörn: statement zum projekt the mondriaanhuis / archive 90 reference collection
ungleichgewicht XXXII
2001
acryl auf leinwand
100 x 100 cm
ungleichgewicht XXXI
2001
acryl auf leinwand
100 x 100 cm
abb. 2: martin wörn, 2008, pigment parallel 3, pigment, acryl, zellulose auf leinwand über holz, 20 x 100 cm